Gentrifizierung: St. Pauli – Dokumentation

Beginnen wir diesen Artikel mit einem Ausschnitt aus einem wohl bekannten Internet-Lexikon, das dabei hilft einen ersten Einblick in Thematiken zu bekommen. Für genauere Recherchen vllt. nicht zu empfehlen hilft Wikipedia in diesem Artikel, aber wunderbar dabei, den Begriff „Gentrifizierung“ genauer zu erläutern. Der Sache hilfts!

„Die Gentrifizierung (von englisch Gentry  ‚niederer Adel‘), teils auch Gentrifikation  (…), ist ein aus der Stadtsoziologie kommender Begriff, der einen bestimmten sozioökonomischen Umstrukturierungsprozess städtischer Wohngebiete beschreibt. Dabei geht es um die soziokulturellen und immobilienwirtschaftlichen Veränderungen in ursprünglich preisgünstigen Stadtvierteln, in denen Immobilien zunehmend von wohlhabenderen Eigentümern und Mietern belegt und baulich aufgewertet werden und in denen in diesem Zuge Gruppen mit einem niedrigeren Sozialstatus ersetzt oder verdrängt werden. Zumeist sind innenstadtnahe Stadtteile von Metropolen von derartigen Vorgängen betroffen.“

Gentrifizierung ist auf St. Pauli ein allgegenwärtiges Thema. Denn das St. Pauli, dass es mal gab, gibt es nicht mehr. Vllt. vereinzelt in versteckten Ecken. Es ist Schade, denn das Stadtviertel mit Rotlicht und Partymeile hat mehr zu bieten als Kotze und Pöbeleien. Auch ich möchte nicht, dass der letzte Charme dieses Viertels durch Neubauten, Bürogebäude und überhöhte Mieten zerstört wird und Paulianer durch zahlungswütige Mieter und geldorientierte Investoren verdrängt, ja geradezu ausgerottet, werden. Dadurch würde St. Pauli endgültig sterben, es würde zu einem toten Viertel mutieren, dass der Hafencity ähneln würde. Den maroden Charme, die netten sozialen Gesten,  das multikulturelle Viertel an sich gäbe es nicht mehr. Das Einzige was übrig bliebe wären die Touristen, die weiterhin die neuen Bauten, die edlen Etablissements und den Hafenblick bestaunen würden. St. Pauli würde vergessen werden.

Empire St. Pauli

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=HRCPGvyW5D8&w=420&h=315]

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maedchenfuerallefaelle

Online-Redakteurin & Digitales bei selbstständig
(28, Mensch, beruflich digital unterwegs)
Seit 2012 schreibe ich hobbymäßig dieses Blog über Hamburg mit Tipps zu Restaurants, Bistros, Cafès, Läden, Clubs und mehr. Ich schreibe über das was mir begegnet und wo mein Leben mich so hintreibt. Nicht mehr, nicht weniger. Ohne Ziel.
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