Mädchen für alle Fälle
Wasser im Glas

Gesundheit: Bleirohre in älteren Immobilien

Am 01.12.2013 trat eine neue Trinkwasserverordnung in Kraft, die bereits 2001 beschlossen wurde: Der Grenzwert für Blei im Trinkwasser wurde auf 0,01 mg/l gesenkt.

Seit 2003 lag der zugelassene Wert bei 0,25 mg/l. Anfang Dezember 2013 wurde der zugelassenen Wert nun auf 0,01mg/l verringert. Die lange Übergangsfrist ermöglichte es öffentlichen Institutionen die Trinkwassersysteme umzustellen. Im privatem Wohnraum hingegen lassen sich noch häufiger Bleileitungen finden. So informierte mich beispielsweise meine über mir wohnende Nachbarin, dass in ihrer Wohnung noch Bleileitungen eingebaut seien. Ein Signal für mich, mein Trinkwasser prüfen zu lassen.

Wie kann man Trinkwasser prüfen lassen?

In Hamburg kann man sein Trinkwasser im Zentrallabor prüfen lassen. Eine Blei-Analyse kostet 20,23 Euro inkl. MwSt. Für Haushalte mit Schwangere oder Mütter mit Kindern im ersten Lebensjahr ist die Analyse bei Vorlage des Mutterpasses kostenlos. Hier kommt Ihr zur Broschüre von Hamburg Wasser: Blei- und Kupfer-Analyse.

Wie wirkt Blei im Körper?

Eine regelmäßige Bleiaufnahme kann zu Müdigkeit, Schwäche und Appetitlosigkeit führen. In höheren Dosen führt Blei zu einer Vergiftung. Einige Bleiverbindungen wirken auch krebserregend. Bei Babys und Kleinkindern kann zudem die geistige Entwicklung gehemmt werden.

Was kann ich weiterführend tun, wenn Bleirohre noch verbaut sind?

Zuerst den Vermieter informieren. Sobald der Vermieter Kenntnis über den Bleibefund erhält, ist er verpflichtet zu handeln. Es sollte eine gestaffelte Stagnationsbeprobung durchgeführt werden, um die erste Z-Stichprobe zu bestätigen. Wird der Verdacht auf Bleirohre bestätigt, ist der Vermieter verpflichtet die Rohre auszutauschen, da er sonst, laut Gesundheitsamt, eine Straftat begeht.

Sollte der Vermieter auf eure Kontaktversuche nicht reagieren, dann meldet es dem Gesundheitsamt! 

Weiterführende Informationen:

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maedchenfuerallefaelle

Online-Redakteurin & Digitales bei selbstständig
(29, Mensch, beruflich digital unterwegs)
Seit 2012 schreibe ich hobbymäßig dieses Blog über Hamburg mit Tipps zu Restaurants, Bistros, Cafès, Läden, Clubs und mehr. Ich schreibe über das was mir begegnet und wo mein Leben mich hintreibt. Nicht mehr, nicht weniger. Ohne Ziel.
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