Brandenburger Tor Berlin

Berlin: Kurztrip in die Hauptstadt

Manchmal braucht man auch von Hamburg eine Auszeit. Dann möchte man raus, neue Fassaden erleben und eine andere Szene entdecken. Zum Beispiel in Berlin. Dort verbrachte ich mit meinem Partner 40 Stunden, um einen Schulfreund zu besuchen. Nebenher begaben wir uns auf die Spuren des Drachenbergs, probierten den Kreuzburger und suchten unkomplizierten Orte abseits der Hipster-Treffs.

Randschauplatz im Szene-Treff

Wigis Wünsch BerlinWenn man gute Freunde hat, braucht man keine szenige Umgebung. Dann reichen unprätentiöse Orte, um einen tollen Abend zu verleben. Einen solchen Ort fanden wir in Friedrichshain. Nachdem wir zwei Straßen voller trendiger Bars längs gelaufen waren, von denen uns keine dazu verlockte einzutreten und in einem  angesagte Rockschuppen keinen Platz mehr fanden, landeten wir in der runzeligen Rockabilly-Bar „Wigis Wünsch“ mit nur fünf Besuchern und einem fetten Lemmy-Plakat. Den ersten Cocktail bestellten wir nur des Namens wegen: Vier Tote am Waldrand.  Dahinter verbarg sich ein extrem süßer Mix mit Rum und eingelegten Erdbeeren, der nur durch die Minze einigermaßen trinkbar wurde. Anschließend orderten wir einen Mojito der uns endgültig die Schuhe auszog. Definitiv keine guten Drinks, aber ein lockerer Service und eine ganz wunderbare Nacht. 

Frühstück am Ostkreuz

Frühstück am OstreuzNach der Nacht brauchten ein Teil von uns ein tolles Frühstück. Der andere Teil viel frische Luft und einige Pausen. Diejenigen von uns, die eines Frühstücks fähig waren bekamen dies in einem szenigen Bistro am Ostkreuz. Kleine Tische, optisch hübsche, aber unbequeme hölzerne Hocker und große Fensterfronten boten dem einen oder anderen Apple-MacBook eine nette Aussicht. Zwischen Start-Up-Tüfftlern und Latte-Schlürfern orderten wir ein kleines Frühstück (5,20 Euro), ein Croque aus Toastscheiben (6,20 Euro) und ein Bircher-Müsli mit frisch gepresstem O-Saft zum Ausgleich des Mineralienverlustes (5,20 Euro). Der Name des Bistros ist mir entfallen, aber sie servieren auch selbstgemachte, frische Nudeln. Die Adresse: Neue Bahnhofsstraße 36-37, 10245 Berlin (nicht durch Google-View verwirren lassen, die Ecke ist gentrifiziert).

Wandern im Grunewald

Drachenberg in BerlinNach Berlin, um durchzuatmen. Kein Witz, denn bei schönem Wetter bietet sich eine Wanderung zum Teufels- und Drachenberg an. Vom grünen Plateau des Drachenbergs bietet sich ein fantastischer Blick über die Hauptstadt. Auf dem Teufelsberg befinden sich Überreste einer US-amerikanischen Radarstation. Zuvor kann man wenige Schritte oder mehrere Stunden durch den Grunewald wandern und derzeit der Natur beim Sprießen zuschauen. (S5, Haltestelle: Berlin Heerstraße).

Schlendern entlang der üblichen Sehenswürdigkeiten

Bundestag

Zurück im Zentrum Berlins liefen wir nochmals einige Kilometer durch den Tiergarten, entlang des Schlosses Bellevue, hinüber zum Bundestag bis zum Brandenburger Tor. Müde Füße, knurrende Mägen – ab nach Kreuzberg.

Bier und Burger in Kreuzberg

KreuzburgerBerlin ist eine kulinarische Burger-Hochburg. An jeder Ecke sprießen Burger-Läden aus der Erde wie früher Dönerbuden. So haben angeblich diese drei Burgerläden den besten Burger Berlins: Kreuzburger, das BurgerAmt und The Bird. Doch wir wissen alle, dass es den einen besten Burger nie geben wird, denn Burger unterliegen schließlich der individuellen Geschmacksfrage. Mit Bacon, Zwiebel, saftig und guter Sauce – wir testeten den 180 g Kreuzburger. Dazu gab es gewürzte Wedges mit Sauerrahm (2,50 Euro). Der Kreuzburger hat insgesamt drei Filialen in Friedrichshain, Prenzlauer Berg und Kreuzberg. Zuvor gönnten wir unseren mittlerweile müden Füßen ein frisches Radler im „Zum Elefanten„.

Der Vorteil, wenn ein Billardtisch im Wohnzimmer steht?
Man braucht nicht nochmal raus in eine Bar oder Kneipe.

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maedchenfuerallefaelle

Online-Redakteurin & Digitales bei selbstständig
(28, Mensch, beruflich digital unterwegs)
Seit 2012 schreibe ich hobbymäßig dieses Blog über Hamburg mit Tipps zu Restaurants, Bistros, Cafès, Läden, Clubs und mehr. Ich schreibe über das was mir begegnet und wo mein Leben mich so hintreibt. Nicht mehr, nicht weniger. Ohne Ziel.
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