Der Poetry Slam ist eine moderne Bereicherung des kulturellen Abendprogramms bei welcher Texte in allen Formen und Interpretationen vor Publikum vorgetragen werden können.

Der Poetry Slam breitet sich in Deutschland zunehmend aus, wandert von den Großstädten in die Dörfer und zieht sowohl ältere als auch jüngere Zuschauer und Akteure in seinen Bann.

Poetry Slam in Aachen.

Amerika schickte uns den Poetry Slam 

Der Poetry Slam ist eine kulturelle Bereicherungen der 90er Jahre. „Poetry Slam“ steht für einen Dichterwettstreit. Im Rahmen eines Wettbewerbs haben Poeten aller Altersklassen und Genres die Möglichkeit ihre selbst verfassten Texte vor Publikum zu präsentieren. Sämtliche Textgattungen sind beim Poetry Slam anzutreffen. Von Dichtungen, über Auszüge von noch unfertigen Romanen oder Erzählungen bis hin zu rhythmisch vorgetragenen Wortphrasen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Seinen Ursprung hat der Poetry Slam in Chicago. Der Performance- Poet Marc Kelly Smith entwickelte die neue Form des Literaturvortrags, die zu Beginn einer Unterhaltungsshow glich. Das Abweichen von der starren, traditionelle Lesung sollte in der Bevölkerung das literarisches Interesse neu wecken.

Regeln des Poetry Slams

Kreativität hat keine Grenzen –  der Slam Vortrag hingegen schon. Erstens wird der Respekt gegenüber dem Vortragenden gewahrt, denn nicht jeder hat den Mut sich und seine Ideen zu präsentieren. Zweitens sind bei den meisten deutschen Slams Hilfsmittel untersagt und nur der Einsatz der Stimme, Mimik und Gestik erlaubt. Drittens sollte der Text die vorgegebene Zeit (meist fünf bis sieben Minuten) nicht überschreiten. Und viertens wird der Poet durch das Publikum durch Punktevergabe oder Beifallslautstärke bewertet. Preise dienen bei Poetry Slams lediglich als Zusatzbonus, denn das Gewinnen eines Slams ist den Poeten meist Anerkennung genug. Sie wollen Zustimmung zu ihren Texten finden, Diskussionsbedarf liefern, dem Publikum eine anspruchsvolle Unterhaltung bieten oder auch den kranken Gedanken eine Plattform bieten.

Durchbruch des Slams in deutschen Städten

In der Osnabrücker Lagerhalle findet im zweimonatigen Abstand ein offener Poetry Slam statt, der viele Kulturinteressierte, oft auch jüngere Menschen anlockt. Dieser Slam steht seit über 10 Jahren unter dem Motto: „Dichter sind andere auch nicht!“, und ermöglicht es bei jeder Veranstaltung zehn bis 14 Kandidaten ihre Texte vor einem kritischen Publikum zu präsentieren. Oft finden sich auch deutschlandweit „slammende“ Poeten unter den antretenden Personen, die dieser „brotlosen Kunst“ einen großen Teil ihres Lebens widmen. Ebenfalls haben Neulinge in dieser „Branche“ die Chance, sich zu profilieren.

In Hamburg finden monatlich mehrere Poetry Slams statt. Unter anderem im Zeise Kino, Molotow, Übel & Gefährlich, können Hamburger Urgesteine oder Wahl-Hamburger ihren Gedanken freien Lauf lassen. Und natürlich mittlerweile in vielen anderen deutschen Städten auch. Vielleicht stehe auch ich mal wieder auf einer dieser Bühnen, mal schauen!


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maedchenfuerallefaelle

(30, Mensch, Willy)
Seit 2012 schreibe ich hobbymäßig dieses Blog über Hamburg mit Tipps zu Restaurants, Bistros, Cafès, Läden, Clubs und mehr. Ich schreibe über das was mir begegnet und wo mein Leben mich hintreibt. Nicht mehr, nicht weniger. Ohne Ziel.
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