Eine „Menschengruppe“ kann ich einfach nicht nachvollziehen. Die „Mädchen-Mädchen“, wie ich sie seit drei Jahren liebevoll nenne. Mädchen und junge Frauen, die betont und bewusst das weibliche Klischee erfüllen wollen: Schwach, hilfebedürftig, ein wenig naiv – eine recht clevere Einstellung, auf die auch heute noch viele junge Männer hereinfallen. Sie sind „on the hook„. Tragen Täschchen, kriegen ein Küsschen und das Mädel muss ihr Popöchen nicht bewegen. Die weiteren Klischees kennt ihr sicher: Make-Up-Schicht, Stöckelschuhe, Lästerverhalten.

Man könnte meinen ich wäre neidisch? Nein, ich fühle mich ein wenig in meiner weiblichen Ehre verletzt. Wir haben lange genug darum gekämpft, dass das weibliche Klischee langsam aus den gesellschaftlichen Köpfen verschwindet und wir gleichberechtigt und kraftvoll wahrgenommen werden. Also warum back to the roots?  Ich bin stolz  darauf eine Bohrmaschine bedienen, meine 15-Kilo-Einkaufstasche selber tragen und ungeschminkt aus den Haus gehen zu können. Echt sein zu können. Ich möchte meine Selbstständigkeit nicht aufgeben oder mich bewusst verstellen, um es bequemer zu haben. Und trotzdem sprechen mich Männer an. Natürlich freue ich mich auch, wenn mir die 15-Kilo-Tasche abgenommen wird, aber mir ist es wichtig, dass ich es auch alleine schaffe. Und ich möchte wirklich kein Mädchen-Mädchen sein.

Man könnte jetzt überlegen, wie ich auf diese Ausschweifung komme. Ihr seht die Überschrift. Ich war gestern das erste Mal im Ballsaal. Eine marode, charmante Lokation, in der wie sich nachher herausstellte Hipster und Mädchen, Mädchen tummelten. Dazu House-Techno. Mehr Fehl am Platz konnte ich quasi nicht sein. Obwohl der Club optisch echt cool ist. Abgefuckt (im Gegensatz zu den Gästen). Aber, so leid es mir auch um die Lokation  tut, ich stehe halt nicht auf einstudierte Moves auf der Tanzfläche und overdressed Women. Ich mag es natürlich, ehrlich und authentisch, auch beim Partying.

Außerdem gibt es im Ballsaal Paloma-Lemonade zu trinken, ich finde, dass sagt schon Vieles. Mit anderer Musik und anderen Meschen fände ich den Ballsaal schon gut. Naja…  jedem das Seine und jedem seine Meinung.

Aber es gab gestern auch etwas super Erfreuliches! Ein fetter Regenbogen über dem Hans-Albers-Platz. Der Goldtopf stand quasi direkt auf der Reeperbahn. Passend zum Hamburger CSD-Day.

Beeindruckend: Ein kompletter Bogen.

Außerdem war ich Donnerstag bei den Licht- und Wasserspielen im „Planten un Bloomte“. Die sind jetzt täglich um 22 Uhr für 30 Minuten. Mit dabei: Musik (bei uns Tango).

Licht- und Wasserspiel im Park.

PS: In ein Gurkenglas muss Luft, dann öffnet es sich ganz leicht. Also mit einem Stiel am Rand unterhebeln, bis es plöppt. Selbst ist die Frau!

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(30, Mensch, Willy)
Seit 2012 schreibe ich hobbymäßig dieses Blog über Hamburg mit Tipps zu Restaurants, Bistros, Cafès, Läden, Clubs und mehr. Ich schreibe über das was mir begegnet und wo mein Leben mich hintreibt. Nicht mehr, nicht weniger. Ohne Ziel.
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