„Sometime they’ll give a war and nobody will come“ (Carl Sandburg, Dichter)

Mono und Nikitaman aufgelegt und los geschrieben…

Stemweder 2010

Letztes Wochenende war ich, wie von 2008 bis 2010 auch, auf dem Stemweder Open Air. Ein Festival, auf dem ich Leute aus meinem Heimatort sehe. Mal die Einen, mal die Anderen. Doch eine Stamm-Crew ist immer mit an Bord. Und: Am Stemweder-Wochenende ist immer strahlender Sonnenschein mit 30 Grad. Pavillons bieten Schatten, der Staub vom Feld schützt neben der Sonnencreme die Haut. Landluft, Bewegung. Es ist keine starre Hitze, wie es in größeren Städten der Fall ist. Sie ist gut verträglich. Gelegentliche Kopfduschen mit dem Wasserschlauch am Wasserstand helfen zusätzlich die Sonne als Freund zu sehen.

Das Stemweder Open Air ist ein Umsonst&Draußen, das jedoch seit diesem Jahr 10 Euro für das gesamte Wochenende berechnet. Grund sind die neuen Sicherheitsvorschriften. Nach einigen Bränden in den vergangenen Jahren blieb diesem Festival nun keine Alternative mehr. Die Gäste, meist viele Punks, junge Familien und Hunde, wurden dieses Jahr auch durch einige internationale Besucher unterstützt. Sogar ein Amerikaner aus Santiago begegnete mir.

Parallelen zur Fusion: Die Esskultur. Sie ist auf dem Stemweder zwar wesentlich kleiner. Doch hier habe ich 2009 meinen ersten Wagenburger (veganen Burger) gegessen. Dieses Jahr gab es auch die Seitan-Gyros-Rolle.

Musik? Jo, gibt es auf dem Stemweder auch. Ist für mich aber meist Nebensache. Dieses Jahr habe ich nur zwei Bands gehört, von denen eine meine Lieblingsband war. Ich teile zwar nicht die politische Gesinnung von Mono und Nikitaman, aber ihre Melodien und Texte sprechen mich in meinem Alltag trotzdem an. Engagiert, sozial, gechillt. Alle Menschen sind des Lebens wert, erzählen Geschichten und haben offene Ohren verdient. Obdachlose, Hartz IV-Empfänger und Millionäre. Miteinander leben, miteinander chillen. Respekt. Das Leben genießen.

Vergangene Woche war ich auch in Hamburg auf einem Konzert in der Fabrik. Die mexikanische Latin-Ska-Punk-Band Panteón Rococó war zu Besuch und veranstaltete in ihrem Zusatzkonzert ein überaus Publikumsfreundliches Konzert. Nach der Hälfte schummelten sie sich mit einem durchaus geschickten Ablenkmanöver (Trompeter spielten auf der Empore die Pauli-Hymne „Das Herz von St. Pauli„) mitten ins Publikum. Forderten alle Besucher auf sich gemütlich auf den Boden zu setzten und spielten drei Songs zum Ausruhen.  Ansonsten ein sehr gutes Tanz-Konzert!

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maedchenfuerallefaelle

(30, Mensch, Willy)
Seit 2012 schreibe ich hobbymäßig dieses Blog über Hamburg mit Tipps zu Restaurants, Bistros, Cafès, Läden, Clubs und mehr. Ich schreibe über das was mir begegnet und wo mein Leben mich hintreibt. Nicht mehr, nicht weniger. Ohne Ziel.
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