Ja, dachte ich mir, als ich mein erstes Festgehalt bekam. Und das auch regelmäßig. Gesagt, heute getan. Ich habe überlegt, wie viel Geld ich locker von meinem Gehalt abzwacken kann, ohne selbst früher oder später in die Bredouille zu geraten. 30 Euro war mein Fazit, die heute auf das Konto des Hamburger Straßenmagazins Hinz&Kunzt flossen. Denn Obdachlose sind mir ein Anliegen. (Für alle nicht Hamburger: Die Zeitung Hinz&Kunzt wird von Obdachlosen für 1,90 Euro verkauft. Einen Euro vom Erlös behält der Verkäufer. Dieses Projekt ist eine Zusammenarbeit von Obdachlosen und Journalisten. Du lebst in Hamburg und kennst die Zeitschrift nicht? Öffne deine Augen.)

In Hamburg leben genauso viele Millionäre wie Obdachlose, erzählt man. Also zirka 1.200. Eine Kluft, die größer nicht sein kann. Geradezu pervers.“Ehhh… Obdachlose? Das geht ja gar nicht!“ und „Die meisten sind voll ok, wenn sie nüchtern sind.“, sind nur zwei  Meinungen die mir zu der Thematik der Obdachlosigkeit begegnet sind. Ich selbst sage mir: Man weiß nie den Grund, wie ein Mensch in diese Situation geraten ist. Deshalb kann man nicht alle in einen Topf werfen oder in eine Schublade stecken. Auch weiß ich, dass ich mir Hilfe wünschen würde, wenn ich in eine solche Situation geraten würde. Deshalb helfe ich in dem Rahmen, in dem ich helfen kann. Ich schreibe, ich spende, ich unterhalte mich gelegentlich mit Obdachlosen und ich kaufe Hinz&Kunzt.

Hinausgeworfenes Geld, denkst du? Sicher nicht, denke ich.

Infos: Hinz&Kunzt, Obdachlosigkeit – Stadt Hamburg

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maedchenfuerallefaelle

(30, Mensch, Willy)
Seit 2012 schreibe ich hobbymäßig dieses Blog über Hamburg mit Tipps zu Restaurants, Bistros, Cafès, Läden, Clubs und mehr. Ich schreibe über das was mir begegnet und wo mein Leben mich hintreibt. Nicht mehr, nicht weniger. Ohne Ziel.
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