Ich beginne am Ende…

Nr. 3: völlig unspektakulär, aber vollkommen atemberaubend – Archive

Archive macht keine Show, Archive macht Musik. Und das in reiner und bester Form. Würde man die Beats einzeln hören, würde einen das Konzert nerven. ABER: Archive versteht es vollkommen, die Beats so gekonnt zu arrangieren, dass sie im Gesamtbild stets eine ruhige Harmonie ergeben. Bei Archive wird nicht getanzt, es wird genossen. Auf der Bühne passiert nichts, außer dass neun Leute musizieren. Wen ein Band-Mitglied bei einem Lied nicht aktiv mitwirkt, verschwindet es sofort im Nichts hinter der Bühne. Keine unnötige Action, keine überflüssigen Personen auf der Bühne. Reduziert auf Musik und Licht.
Über mir erstrahlt der rote Stern am grünen Glashimmel des Docks. Die große Diskokugel darunter reflektiert das Licht in eckigen Flecken auf Boden und Wand. Das Publikum ist im Schnitt 38 Jahre alt. Archive existiert bereits über 17 Jahre.
Das Archive ihr Lied „Fuck Unicht mehr live spielt, entpuppt sich auf dieser Tour als Gerücht. Das Lied wird aber mittlerweile von einem anderen Sänger performt, glaube ich… ich höre Archive seit drei Jahren, in sehr verschiedenen Situationen. Ich  hatte nie das Bedürfnis, diese Band live zu sehen, aber wenn ich schon mal die Möglichkeit habe: Warum nicht? Mit Abstand das ruhigste Konzert, auf dem ich bis jetzt war. Aber einfach unbeschreiblich grandios.

Nr. 2: klein, aber fein – Nicolas Sturm und das Klingen Ensemble

Die Texte und Melodien von Nicolas Sturm erinnern stark an Gisbert zu Knyphausen. Lauschen durfte ich dem Ganzen in der Hasenschaukel. Ja, genau dem Laden, in dem die Puppen aus dem Po leuchten. Er macht ruhige Musik mit guten Texten, die zum Nachdenken anregen. Allerdings finde ich ihn fast noch ein wenig zu jung für solch Texte. Wirkt manchmal unglaubwürdig dadurch. Zumindest auf mich – ich habe keine Ahnung wie alt er wirklich ist. Vor kurzen hat er den Panik-Preis der Udo-Lindenberg-Stiftung gewonnen. Hört ihn euch einfach an!

Nr. 1: altbewährt und tanzerprobt – Mono & Nikitaman

Ich habe sie dieses Jahr bereits einmal auf einem kleinen Festival gesehen. Guckst du hier: Stemweder Open Air 2012. Doch Mono&Nikitaman gehen live immer. Das alles und noch viel mehr: Sie polen dich einfach auf gute Laune um. Es ist unsere Zeit und es ist scheißegal, was die anderen sagen. Tanz! Sei du selbst. Die Welt ist plötzlich schöner und das Gefühl hält bis zum übernächsten Tag bei mir an.

Kommt bald wieder nach Hamburg!

Folge mir:

maedchenfuerallefaelle

(30, Mensch, Willy)
Seit 2012 schreibe ich hobbymäßig dieses Blog über Hamburg mit Tipps zu Restaurants, Bistros, Cafès, Läden, Clubs und mehr. Ich schreibe über das was mir begegnet und wo mein Leben mich hintreibt. Nicht mehr, nicht weniger. Ohne Ziel.
Folge mir:

Letzte Artikel von maedchenfuerallefaelle (Alle anzeigen)

2 thoughts on “Konzerte: Drei in einem”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.