Der Begriff der „Regionalität“

Neben biologischen Lebensmitteln gewinnen auch regionale Produkte wieder mehr Aufmerksamkeit. Doch was bedeutet regional eigentlich? Eine Begriffsklärung.

Der Begriff der Regionalität unterliegt sowohl räumlichen als auch soziokulturellen Grenzen.

Räumlich betrachtet ist eine Region ein Gebiet, das kleiner als ein Staat und größer als eine Kommune ist. In Deutschland können dies beispielsweise die Bundesländer, Landstriche wie der Schwarzwald oder die Uckermark und Metropolregionen um Großstädte wie Hamburg sein. Regionalität bei Lebensmitteln bedeutet folglich, dass die Nahrungsmittel und Produkte aus der Region stammen, in der man lebt. Dies bezieht sowohl den Anbau der Pflanze, die Aufzucht des Tieres, als auch die Verarbeitung des Produkts selbst mit ein  – alle Produktions- und Verarbeitungsschritte finden in der Region statt.

Die soziokulturellen Faktoren der Regionalität sind vom natürlichen und sozialen Umfeld beeinflusst. Menschen können frei handeln, folgen dabei jedoch bewusst oder unbewusst Wertsetzungen und gesellschaftlichen Strukturen, die unter anderem durch Bildung geprägt werden. Dadurch entwickeln sie Werte und Überzeugung, die auf die Ernährungsweise übertragen werden. Beispielsweise die bewusste Entscheidung keine Äpfel aus Südamerika zu kaufen, sondern aus Deutschland – oder noch besser aus der eigenen Region. In Hamburg bietet sich der Kauf von Äpfeln aus dem naheliegenden Alten Land an.

Warum regionale Produkte kaufen?

Als Verbraucher das Potenzial seiner Region zu erkennen ist beim globalen Produktangebot nicht mehr leicht. Selbst im Supermarkt lassen sich Äpfel aus Argentinien neben denen aus dem Alten Land (bei Hamburg) finden. Dabei ist die Wahl von regionalen Produkten wegen vieler, nachhaltiger Aspekte wichtig:

  • CO₂-Bilanz (CO₂-Fußabdruck)
    Der CO₂-Fußabdruck eines Produkts gibt Auskunft über die Masse der CO₂-Emissionen, die über die Lebensdauer des Produktes entstehen. Ein Beispiel: Regionale Produkte haben einen kurzen Lieferweg, stammen Sie schließlich aus der Region. Ein Apfel, der nur 20 Kilometer mit dem LKW gefahren wurde hat für weniger CO₂-Emissionen gesorgt, als ein Apfel, der 9000 Kilometer mit dem Flugzeug geflogen und 500 Kilometer im Lastwagen gefahren wurde – das liegt auf der Hand. Doch nicht nur der Transportweg und die Kühlung ist für die CO₂-Bilanz eines Produktes wichtig, sondern auch die Herstellungebedingungen sowie die Nutzung, als auch die Entsorgung oder das Recycling des Produkts. Ziel ist es Produkte zu kaufen, die für wenig CO₂-Emission sorgen, damit die eigene CO₂-Bilanz möglichst niedrig ausfällt.
  • Steigende Transparenz
    Bei regionalen Produkten steigt für den Verbraucher die Transparenz. Denn kurze Transportwege sorgen für überschaubare Strukturen und dadurch für eine gute Rückverfolgbarkeit. Der Verbraucher kann eine bessere Bindung zum Produzenten aufbauen und bekommt dadurch ein höheres Vertrauen in die Qualität der Produkte.
  • Förderung der heimischen Landwirtschaft
    Mit dem Kauf von regionalen Produkten unterstützt der Verbraucher die regionale Wirtschaft und sichert dadurch Arbeitsplätze.

Neben den nachhaltigen Aspekten hat der Kauf von regionalen Produkten auch genussvolle Argumente:

  • Frische und geschmacksintensive Produkte
    Haben die Produkte nur einen kurzen Transportweg können Sie später und dadurch reifer geerntet werden. Durch die längere Reifungsphase an der Pflanze haben beispielsweise Gemüse und Obst ein intensiveres Aroma und enthalten auch mehr Nährstoffe. Eine Tomaten beispieslweise hat dadurch die Chance wirklich wieder nach einer Tomate zu schmecken.
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maedchenfuerallefaelle

Online-Redakteurin & Digitales bei selbstständig
(28, Mensch, beruflich digital unterwegs)
Seit 2012 schreibe ich hobbymäßig dieses Blog über Hamburg mit Tipps zu Restaurants, Bistros, Cafès, Läden, Clubs und mehr. Ich schreibe über das was mir begegnet und wo mein Leben mich so hintreibt. Nicht mehr, nicht weniger. Ohne Ziel.
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