Mary Lou’s und Cobra Bar schließen

Hotel-Garagen Hans-Albers-Platz

Die nächsten Gentrifizierungsopfer: Nach dem Eckkneipensterben in den letzten Jahren geht es nun auch den Szene-Bars auf St. Pauli an die Substanz. 

Achtung!
Nächste Stufe der Gentrifizierung erreicht!

Kultbar Mary Lou’s muss dem Immobilieninvestor Akelius weichen

Das Mary Lou’s muss nach 30 Jahren dem schwedischen Immobilieninvestor Akelius weichen. Nachdem der Vertrag auslief, wurden die Mietpreise angezogen, sodass sich die Bar den Standort am Hans-Albers-Platz nicht mehr leisten kann.

Nachdem das Haus im Jahr 2014 verkauft wurde, sind die über dem Mary Lou’s liegenden Wohnungen teilweise bereits saniert worden. Die Akelius GmbH ist bekannt dafür den Mietpreis in Hamburg auf bis zu 25 Euro pro Quadratmeter anzuheben. Dem schwedischen Imperium gehören eine unvorstellbar hohe Ziffer an Wohnungen weltweit. In Deutschland sind die meisten Akelius-Wohnungen in Berlin zu finden. Hamburg rangiert auf Platz zwei.

Cobra BarCobra Bar: eine der letzten Punkstätten auf St. Pauli wird weggentrifiziert

Am 1. April ist Schluss: Auch die  Cobra Bar wird nach 13 Jahren Opfer der Stadtteilaufwertung auf St. Pauli. Die Punkrockbar soll den neuen Plänen des Vermieters weichen und die Lage am Hans-Albers-Platz für (noch ein) Hotel räumen.

Und die Rockabilly-Bar 20th Flight Rock? Über das Weiterleben dieser Szene-Bar ist wohl noch nicht entschieden.

 

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maedchenfuerallefaelle

Online-Redakteurin & Digitales bei selbstständig
(28, Mensch, beruflich digital unterwegs)
Seit 2012 schreibe ich hobbymäßig dieses Blog über Hamburg mit Tipps zu Restaurants, Bistros, Cafès, Läden, Clubs und mehr. Ich schreibe über das was mir begegnet und wo mein Leben mich so hintreibt. Nicht mehr, nicht weniger. Ohne Ziel.
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4 Gedanken zu “Mary Lou’s und Cobra Bar schließen

  1. Günther

    Städte wandeln sich und das was Hamburg früher war ist es heute nicht meht.

    Erstaunlich ist doch, dass in HH grade die junge Generation, die weltlich-tolerante Generation sich gegen jede Veränderung sträubt, die eigene Heimat, welche angestaubter Begriff, in Gefahr sieht.

    Clubs und Bars kommen und gehen, die Cobra war 13 Jahre da, der Ort wird geräumt, die Leute aber bleiben, wenn nicht an dem einen Ort dann an einem anderen. Eine Bar ist auch nur so lange gut, bis sie das erste Mal im lonelyplanet steht, Bars die als alternativ und gegen den Mainstream angesehen werden, aber nur von etablierten Wochenend-mainstream-gegnern besucht werden …

    Wer bisher in der Cobra war, findet ein neues zu Hause, die, die das nicht mitkriegen, gehören sowieso wo anders hin

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