Zero Waste #1: Plastikfreies Badezimmer

Plastikreduziertes Badezimmer (c) Rabea Ganz

Übertriebener Konsum ist in unserer Gesellschaft mittlerweile tief verankert und von vielen Parteien (Wirtschaft, Industrie etc.) auch durchaus erwünscht. Wem dies zu unnatürlich ist, kann bewusst anders leben. Es gibt viele Bereiche, die im eigenen Leben unkompliziert nachhaltig gestaltet werden können. Beispielsweise das Badezimmer. Hier findet ihr Tipps und Anregungen, um euren Plastikkonsum im Bad langfristig zu reduzieren.

Inhalt

Zahnpflege
Zahnbürste | Zahnpasta | Zahnputztabletten | Zahnkreide | Zahnseide

Haarpflege
Haarsseife | Spülung | Haarbürste

Körperpflege
Deo | Duschgel | Body Lotion I | Body Lotion II

Menstruationshygiene
Mentruationstasse | Menstruationsslip

Rasur
Rasiermesser | Rasierhobel

Weitere Ideen für ein plastikfreies Badezimmer
Toilettenpapier | Taschentücher | Wattestäbchen

Warum auf Plastik verzichten?

Plastik im Badezimmer. (c) Rabea Ganz
Plastik im Badezimmer.

Plastiktuben, Plastikflaschen, Föhn, Klebstoffe und Mikroplastik – Plastik lässt sich in vielerlei Form im Badezimmer finden. Für viele Menschen ist dies auch selbstverständlich. Doch betrachtet man die Auswirkungen von Plastik in der Umwelt und die Ausmaße für die Zukunft, kommt man ins Grübeln.  „Sind es nicht vor allem Gewohnheit und Faulheit, die uns zu Plastik greifen lassen?“ „Gibt es nicht auch nachhaltige Alternativen?“

Gerade im Badezimmer lässt sich Plastik, mit wenig Aufwand reduzieren. Dafür braucht es kein dickes Portemonnaie, sondern vor allem den Willen. Man kann seinen Pflegeprodukte-Konsum bewusst reduzieren und auf zum Teil altbewährte DIY-Ideen zurückgreifen. Wichtig dabei ist, dass auch die hierfür benötigten Materialien möglichst plastikfrei zu erwerben sind, sonst bringt der Verzicht auf die ursprüngliche Plastikverpackung recht wenig.

Plastikreduziertes Badezimmer (c) Rabea Ganz
Plastikreduziertes Badezimmer.

Die großen Plastikteile im Badezimmer sind offensichtlich, doch wie verhält es sich mit Mikroplastik? Zu Mikroplastik zählen Teilchen, die kleiner als fünf Millimeter sind. Sie sind zu klein für die Kläranlage und werden aus dem Abwasser nicht herausgefiltert und gelangen so in unsere Ökosysteme. Von dort können sie nicht mehr entfernt werden, gelangen ins Trink-, Fluss- und Meereswasser und können von Tieren und auch dem Menschen wieder aufgenommen werden. Die kleinen Plastikteilchen sind häufig Bestandteile in Körperpflege- oder Kosmetikprodukten. Entlarvt werden können sie anhand der Inhaltsstoffliste: Ist dort beispielsweise Polyethylen (PE) oder Polypropylen (PP) vermerkt, enthält das Pflegeprodukt kleinste Kunststoffpartikel. Auch auf diese Mikroplastikteile gilt es im Rahmen eines plastikfreien Badezimmers zu verzichten.

Wie plastikfrei werden?

Soll ich jetzt alles, was aus Plastik ist wegschmeißen? Die Antwort lautet: Nein. Fang aber damit an, die Dinge, die leer oder kaputt sind, nach und nach durch plastikfreie oder plastikreduzierte Produkte zu ersetzen.


Plastikfreie Zahnpflege

Zahnbürste aus Naturmaterialien

Zur reinen Plastikzahnbürste gibt es mittlerweile viele Alternativen, die auch bezahlbar sind. Ein Beispiel aus Hamburg ist die nachhaltige und vegane Hydrophil-Zahnbürste, die dabei hilft weniger Plastik zu konsumieren. Der Körper der Zahnbürste wird aus Bambus hergestellt. Die Borsten bestehen jedoch aus BPA freiem Nylon. Neben der Online-Bestellung kann diese Zahnbürste auch in einigen Hamburger Geschäften gekauft werden. Beispielsweise im Kunstkiosk oder im Twelve Monkeys.

Wer ein komplette plastikfreies Produkt möchte kann auf die Swak Zahnbürste zurückgreifen. Ihr Körper besteht aus Polylactid (aus Mais), Holzmehl und Titandioxid. Die Borsten aus Wurzelholz. Zum Tausch der Borsten gibt es Wechselköpfchen, sodass der Griff der Zahnbürste immer weiter benutzt werden kann.

Zu 100 Prozent biologisch abbaubar ist die Zahnbürste von Sidco. Diese Zahnbürste ist ebenfalls vegan und besteht neben einem Stil aus Bambus aus hellen Bambusviskose-Borsten.

 Warum Bambus?
Bambus ist eine der am schnellsten wachsenden Pflanzen der Welt. Bereits nach wenigen Monaten kann dieser Rohstoff geerntet und verarbeitet werden. Er kann nachhaltig und schnell angebaut werden und braucht nicht aus Wäldern geschlagen zu werden.

Wer nicht auf Holzzahnbürsten umsteigen möchte, aber dennoch weniger Plastik verbrauchen möchte, kann Zahnbürsten mit Wechselköpfen benutzen. So wird der Zahnbürstenstiel längerfristig benutzt und der Plastikkonsum reduziert.

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Zahnpasta selber machen

Selbsgemachte Zahnpasta (c) Rabea GanzDo it yourself: Wenn man weiß wie, dann kann Zahnpasta schnell und einfach selbst zusammengemischt werden, denn es werden nur wenige Zutaten dafür benötigt. Einmal das Material besorgt, kann das Zahnpastaglas bei Bedarf aufgefüllt werden.

Zutaten: 4 EL Kokosfett, 3 EL Natron, 5-10  Tropfen äther. Pfefferminzöl, 1-3 Tropfen Stevia-Lösung (optional: 1-2 Tropfen Teebaumöl, 1 TL Xylit (Birkenzucker))

Wirkung der Ingredienzien:

  • Kokosfett: antimikrobiell, karieshemmend
  • Natron: Belag abreibend (schonend)
  • Xylit: karieshemmend
  • Stevia: süßend, antibakteriell
  • Pfefferminzöl: erfrischend, entzündungshemmend
  • Teebaumöl: antibakteriell

Zubereitung:

  1. Kokosfett in einem Topf bei wenig Temperatur schmelzen
  2. In ein sauberes Gefäß geben und mit den restlichen Zutaten vermischen
  3. Flüssige Zahnpasta in ein Schraubglas füllen und abkühlen lassen
  4. Beim Abkühlen regelmäßig umrühren, damit die Ingredienzien vermischt bleiben

Woher?

  • Budni: Kokosfett im Glas, Natron in Papier, Stevia-Lösung im Glasfläschchen, Teebaumöl im Glasfläschchen, in ausgewählten Budnis: ätherisches Pfefferminzöl im Glasfläschchen, Xylit
  • Alnatura: Kokosfett im Glas, ätherisches Pfefferminzöl im Glasfläschchen

Hinweis: Leider sind die Schraubverschlüsse der ätherischen Öle in der Regel aus Plastik.

Wie benutzen?
Die Zahnpasta im Schraubgläschen aufbewahren. Zur Benutzung die gewünschte Menge mit einem Porzellanlöffelchen (z.B. von Butlers) wahlweise auf die Zahnbürste geben oder direkt in den Mund. Das Kokosfett schmilzt sofort und es kann losgeschrubbt werden.

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Zahnputztabletten

Neben selbsgemachter Zahnpasta, bieten Zanhputztabletten die Möglichkeit zum plastikfreien Zähneputzen. Die Tabletten werden in Gläsern oder in Papier zum Kauf angeboten. Zum Zähneputzen die Tabletten einfach zerkauen und losschrubben.

Hier gibt’s die Zahnputztabletten plastikfrei zu kaufen:

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Zahnkreide

Zahnkreide (c) Rabea GanzEine weitere plastikfreie Alternative zum Zähneputzen ist die Zahnkreide. Sie setzt sich aus Calciumcarbonat, Xylit und Kräutern zusammen. Zum Gebrauch wird die Zahnbürste angefeuchtet und in die Zahnkreide gestippt. Anschließend kann wie gewohnt Zähne geputzt werden. Zahnkreide ist im verschließbaren Glas erhältlich. Nachfüllpackungen gibt es aus beschichtetem Papier.

Wo bekomme ich Zahnkreide?

Zahnkreide analog in Hamburg einkaufen:

Oder in folgenden Online-Shops:

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Zahnseide

Um die Räume zwischen den Zähnen zu reinigen, bewährt sich seit 1815 die Zahnseide. Wenige Hersteller bieten Zahnseide plastikfrei und im Glas an. Ein Beispiel ist die Vömel Zahnseide, die aus reiner Naturseide und Bienenwachs hergestellt wird. Nachfüllröllchen gibt es in Papierverpackung.

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Haarpflege ganz natürlich

Haarsseife

Haarseife (c) Rabea Ganz

Eine Alternative zum Shampoo in der Plastikverpackung ist die Haarseife. Lose oder im Pappkarton angeboten, ist sie eine gute Alternative, die jedoch zu Beginn etwas Geduld braucht. Denn die richtige Haarseife zu seinem Haartyp zu finden ist eine knifflige Angelegenheit. Auch in der Anwendung braucht es etwas Übung, denn man neigt dazu zu viel Seife zu verwenden und das Haar zu schlecht auszuspülen. Das Ergebnis ist dann voluminöses, formbares Haare, das optisch schnell fettig erscheinen (zumindest bei mir). Doch das muss nicht sein:

Wie benutzen?
Zuerst die Haare gut durchnässen, damit die Seife anschließend gut schäumt. Dann mit der Seife vom Haaransatz bis zu den Spitzen durchstreichen und mit den Händen anschließend aufschäumen. Wichtig ist die Seife von allen Seiten gut mit warmen Wasser auszuwaschen, dies kann etwas dauern! Anschließend das Haar mit kaltem Wasser nachspülen, damit sich die Haarschuppen wieder legen. Je nach Haartyp reicht dies nicht aus, dann kann eine Saure Rinse (s.u.) helfen.

Welche Haarseifen gibt es?

Eine Menge, hier eine Auswahl an Shops und Seifenmanufakturen:

Neben den Online-Shops kann Haarseife in Hamburg u.a. hier gekauft werden:

  • Reformhaus Engelhardt

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Spülung oder auch „Saure Rinse“

Spülungen, die die Haare angenehm glätten, können selbst hergestellt werden. Folgender Blog erklärt ausführlich, wie die „Saure Rinse“ mit verschiedenen Zutaten aus der Küche schnell zusammen gemischt werden kann: Vegan Beauty Blog – Saure Rinse

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Haarbürste & Kamm

Eine gute Haarbürste aus Holz ist langlebig und ist in veganen, plastikreduzierten und plastikfreien Varianten erhältlich.

Woraus bestehen die Borsten einer Holzbürste?

  • aus Wildschweinborsten. Diese sind fest genug, um bis zur Kopfhaut vorzudringen.
  • Sisalborsten sind eine vegane Alternativ, sie eignen sich jedoch besser zum Kämmen von trockenem Haar
  • ergänzt um einen Holzkamm, ist auch das nasse Haar gut versorgt

Pflege von Holzbürsten:

  • vor der ersten Nutzung das Holz der Bürste mit Speiseöl behandeln, so verträgt sie später den Kontakt mit Wasser besser
  • nach dem Kämmen von nassem Haar die Bürste auf den Borsten liegend trocken lassen, damit das Holz langfristig ansehnlich bleibt
  • alternativ kann die Bürste auch aufgehängt an einem Haken trocknen

Online kaufen bei:

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Körperpflege ohne Plastik

Deo

Die einfachste Methode die Plastikfalle beim Deo zu umschiffen, ist Keines zu benutzen. Du denkst: „Geht gar nicht klar?“ Doch, denn häufig sind Deoreste in der Kleidung der Grund für gemöfker und nicht in erster Linie unser eigener Schweiß. Seitdem ich weitestgehend auf Deodorant verzichte, kann ich T-Shirts wieder zwei bis drei Tage am Stück tragen. Erst danach sind sie reif für eine Wäsche.

Für stressige oder schweißreiche Tage, benutze ich Deodorants im Glasflakon (jedoch meist mit Plastikverteiler). Beispielsweise das Urdeo. Aber auch viele andere Marken, die in Drogeriemärkten angeboten werde, bieten Deo in Glasflakons an. Halt einfach die Augen offen und greif nicht gleich zur Sprühdose, nur weil du sie kennst.

Eine nachhaltige Alternative bietet der Naturkosmetikhersteller Weleda. Er bietet ein Deo in der Glasflasche mit Plastiksprühkopf an. Diese wird nur einmalig gekauft, denn es gibt eine Nachfüllflasche, ebenfalls aus Glas. Ein Kompromiss für ein plastikreduziertes Deodorant.

Deo lässt sich aber auch einfach selbst herstellen: Deo ohne Aluminium – ganz einfach selber machen

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Körperseife

Der Sinn von Duschgel hat sich mir noch nie erschlossen. Wer dieses Produkt aber unbedingt braucht, kann auch hier auf eine plastikfreie Alternative umsatteln: herkömmliche Seife. Erhältlich, lose oder im Pappkarton, in jedem Drogerie- und Supermarkt.

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Body Lotion

Eine Option zur Body Lotion in der Plastikflasche ist Kokosfett. Dieses kann im Glas gekauft und nach dem Duschen einfach auf die Haut aufgetragen werden. Kokosfett hat gegenüber Ölen den Vorteil, das es aufgrund der festeren Konsistenz besser auftragen lässt. Bei Körperkontakt beginnt es zu schmelzen und lässt sich gut verteilen.

Eine Alternative bietet die Naturkosmetikmarke Lavera. Die Basis sensitiv Creme wird unter anderem aus Sheabutter und Mandelöl hergestellt und wie die Cremes von Nivea in einer Metalldose verkauft.

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Öle statt Körpercreme

Eine andere Variante die Body Lotion zu ersetzen sind herkömmliche Speiseöle. Je nach Hauttyp bieten sich andere Öle an.

Welches Öl für welchen Hauttypen?

  • Olivenöl bietet sich für sehr trockene Haut an
  • Sonnenblumenöl kann für trockene oder Mischhaut genutzt werden
  • Mandelöl ist für sensible oder normale Haut geeignet
  • Weizenkeimöl gilt als Tipp für reife Haut und für die Anti-Falten-Pflege
  • Distelöl kann bei fettiger Haut zum Einsatz kommen

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Alternativen für die Menstruationshygiene

Menstruationstasse

Menstruationstasse (c) Rabea GanzDie Menstruationstasse oder -kappe ist keine moderne Erfindung der Neuzeit, sondern die Idee dazu existiert bereist seit den 1930er Jahren. Die ersten Tassen wurden jedoch erst in den 50er Jahren hergestellt und dies aufgrund von Gummimangel auch nur sporadisch. Erfunden hat die Menstruationstasse die Amerikanierin Leona Chalmers, seither hilft die Menstasse bei der Müllvermeidung und schont darüber hinaus auch noch die Geldbörse. Einmal für 20 bis 30 Euro angeschafft, kann die Menstruationskappe bis zu zehn Jahre (!) genutzt werden.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=CGLvs0TtoiA]

Die Reinigung:
Während der Periode wird die Menstruationstasse regelmäßig, spätestens jedoch nach zwölf Stunden, geleert und sorgfältig mit klarem Wasser ausgespült. Ist kein Wasser zur Hand, kann die Tasse auch mit Klopapier ausgewischt und wieder eingesetzt werden. Sie sollte jedoch spätestens wieder bei dem nächsten Leeren mit Wasser gesäubert werden. Am Ende der Periode wird die Menstruationstasse nach der üblichen Reinigung für fünf Minuten in kochendem Wasser sterilisiert. Anschließend kann sie in einem sauberen Beutel bis zur nächsten Monatsblutung aufbewahrt werden.

Welche Marken gibt es?

Ein Blog der sich umfassende mich nachhaltiger Menstruationshygiene auseinandersetzt: Erbeerwoche – nachhaltige Frauenhygiene

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Menstruationsslip

Auch ein Slip kann eine Alternative zu Tampon und Binde darstellen und muss dabei nicht gleich wie ein Oma-Schlüppi aussehen. Das Unternehmen THINX entwickelt Menstruationsslips, die auch noch gut aussehen:

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=Ob0N5GYj7OY]

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Rasur

Rasierhobel

Rasierhobel mit Klingen (c) Rabea GanzAuf der Suche für eine Alternative zum Plastikrasierer bin ich interessanterweise auch für Frauen auf den Rasierhobel aufmerksam geworden. Das Gestell kann komplett aus Metall oder aus Holz und Metall bestehen und langfristig genutzt werden. Lediglich die Klinge muss regelmäßig getauscht werden. Die Klingen selbst sind günstig und in einer Papierverpackung erhältlich. Zum Einseifen kann Rasierseife oder auch eine handelsübliche Körperseife genutzt werden.

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Rasiermesser, Schale & Rasierpinsel

Back to the roots: Vieles was bereits erfunden wurde, ist in unserem Alltag wieder in Vergessenheit geraten. Das Rasiermesser ist langlebig und in der Nutzung sehr nachhaltig. Es ermöglicht eine sehr gründliche Nassrasur. In einer Rasierschale wird der Schaum aufgerührt, mit dem Pinsel aufgetragen und einige Minuten einwirken gelassen. In dieser Zeit kann das Rasiermesser abgeledert werden, damit es scharf ist und der Bart nicht unangenehm „ausgezupft“ wird.

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Weitere Ideen für ein plastikfreies Badezimmer

Toilettenpapier

Toilettenpapier ist nicht frei von Plastik? Nein, meist ist die Verpackung drumherum aus Plastik und das letzte Blättchen ist mit Klebstoff befestigt. Das findest du im wahrsten Sinne korinthenkackerisch. Mag sein, nur wenn man es richtig machen möchte, muss man auch hier penibel sein.

Eine kostengünstige Alternative ist beispielsweise die Nutzung von zugeschnittenen Zeitungspapier. Nicht Jedermanns Sache und vor allem für online-affine Menschen schwierig in der Umsetzung.

Klopapier lässt sich aber auch plastikfrei kaufen. Hier muss aber gesagt werden, dass es finanziell derzeit leider noch ein Unterschied ist. Naturlieferant bietet plastikfreies Toilettenpapier an. Eine Rolle kostet 1,79 Euro, hat aber 700 statt handelsüblich 200 Blatt auf der Rolle.

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Taschentücher

Nachhaltiges Taschentuch (c) Rabea GanzSchaut man zurück, war es in den früheren Jahren kein Problem, ein Stofftaschentuch mehrfach zu benutzen. Heute kommt schon ein Aufschrei, wenn man ein herkömmliches Wegwerftaschentuch zwei- bis dreimal benutzt. Doch warum eigentlich? Es ist doch in der Regel unser eigener Rotz. Wie kann man seinen eigenen Körper so abstoßend finden? Sind das nicht Anzeichen für eine gesellschaftlich antrainierte und unnatürliche Wahrnehmung? Die dahin führt, dass wir ungebremst konsumieren. Yeah, das freut das Wirtschaftssystem! Weniger die Umwelt. Also: Plastikfreies Naseschnäuzen ist mit einem traditionellen Stofftaschentuch möglich, das nach mehrfacher Nutzung einfach auf ein paar Grad mehr gewaschen wird.

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Wattestäbchen

Bambus statt Plastik: Ohrenstäbchen aus Bambus und Baumwolle können plastikfrei in einer Papierbox erworben werden. Auch hier ist leider der finanzielle Unterschied deutlich spürbar. Eine Packung kostet zirka 3,90 Euro.

Hier gibt’s die plastifreien Q-Tips:

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maedchenfuerallefaelle

Online-Redakteurin & Digitales bei selbstständig
(28, Mensch, beruflich digital unterwegs)
Seit 2012 schreibe ich hobbymäßig dieses Blog über Hamburg mit Tipps zu Restaurants, Bistros, Cafès, Läden, Clubs und mehr. Ich schreibe über das was mir begegnet und wo mein Leben mich so hintreibt. Nicht mehr, nicht weniger. Ohne Ziel.
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Ein Gedanke zu „Zero Waste #1: Plastikfreies Badezimmer

  1. Hannes

    Zum Thema Zahnpasta selber machen, wollte ich auch mal eine persönliche Erfahrung teilen. Ich selber habe auch schon mehrere Variationen ausprobiert und experimentiere mit verschiedenen Zutaten. Mal etwas mehr Heilerde und mal etwas weniger Kurkuma-Pulver. Das geht bei mir solange bis ich die passende Mischung herausgefunden habe. Und das Gute ist, im Netz finden sich soviele Varianten, dass es einem beim Rumprobieren nie langweilig wird.

    Liebe Grüße Hannes

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