Impressionen: MS Dockville 2016

MS Dockville 2016 Luftballons

Das Festival in industriell geprägter Hafenatmosphäre feierte in diesem Jahr seinen zehnten Geburtstag. Mit dabei waren unter anderem: Bastille, K.I.Z., Chrystal Fighters, Foals und Milky Chance. 

Für Storki

Das Festival in der Übersicht:

Kolonnenfahrt: Die sieben Kilometer lange Fahrradroute durch Wilhelmsburg stimmte die Radfahrer mit fantastischen Hafenpanoramen auf das Festival ein und versetzte die Besucher bereits hier in Hochstimmung.

Festivalgelände: Elf Bühnen und Areale standen für musikalische Ergüsse in diesem Jahr bereit – von der Hauptbühne „Großschot“ bis zum kleinen „Butterland“.

Line Up: Mehr als 100 Bands und DJs – Indie, Pop, Alternative, HipHop, Elektronisches.

Wetterlage: Das MS Dockville legte wettertechnisch am Freitag einen fulminanten Start hin und ließ seine Bühnen im besten Sonnenwetter erstrahlen. Auch an den anderen Festivaltage hielt sich das Hamburger Wetter wacker vom Regen fern. MS Dockville 2016 BlumenkranzAusgenommen den kleinen sonntäglichen Schauern – fast amüsierend für Hamburger Deern und Jung.

Mode: Modisches Festival-Accessoire war in diesem Jahr bevorzugt der Blumenkranz.

Sookee

Impulsiv und direkt: Die feministische Rapperin Sookee sorgte auf dem Vorschrot für einen gelungenen Einstieg in den Freitagnachmittag. Ihre deutschen Texte wenden sich gegen Homophobie, Sexismus und Rassismus. Auch wenn das Publikumsareal nur mäßig gefüllt war, konnte Nora Hantzsch alias Sookee für eine gute Message sorgen.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=pmIMyjOI6Eo]

Coma

Schicker Sound für ne‘ smoothige Stunde: Bei hervorragendem Sommerwetter bot sich die Livesession von Coma im Maschinenraum perfekt zum Räkeln auf dem da noch zu erkennenden Rasen an.

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Milky Chance

Auf großen Bühnen noch nie der Burner, überzeugte bei der Performance von Milky Chance vor allem der Lichttechniker. Auch wenn ich dem Duo (beim MS Dockville zu Dritt auf der Bühne) gerne an sonnigen Tagen lausche, konnte mich die Liveperfomance auf der Hauptbühne nicht cachen. Es fehlt einfach an Ausdruck und Leidenschaft, welche auf’s Publikum überspringen könnte.

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MEUTE

Ein persönliches Highlight an den Festivaltagen war die Hamburger Techno Marching Band  MEUTE, die trotz ihrer jungen Entstehungsgeschichte auch auf der Hauptbühne für richtig Stimmung sorgen konnte. Rein instrumental covert MEUTE Technoides – so gut, dass man auf den ersten Tönen das elektronische Equipment sucht. Gegründet hat das Musikprojekt Trompeter und Musikproduzent Thomas Burhorn – er ist stets bei den Auftritten dabei, die weiteren Musiker wechseln je nach Zeitkapazität und Konzertanfragen. > Fotostrecke: Testspiel.de – Mit der MEUTE auf dem Dockville

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 Schnipo Schranke

Kurz im Vorschrot reingehört: Das Hamburger Indie-Pop Duo Schnipo Schranke konnte mich persönlich nicht fesseln. Vor zwei Jahren habe ich die Band, meine ich, im Golem gesehen, wo sie mir noch besser gefielen. Musik ist eben reine Geschmacks- und Zeitpunktfrage.

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Kunstareal: MS Artville

MS-Dockville 2016 GebetsfahnenAuch in diesem Jahr waren die Kunstboxen des MS Artville auf dem Festivalgelände zu sehen. Einprägsam war neben einer schrillen, pinken Performance-Predigt, die Installation einer riesigen leeren Menstruationstasse. Schön war die Pause unter tibetischen Gebetsfahnen im Kunst-Gärtchen.
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Fakear

Mein Tagesausklang fand zu Fakear statt. Der perfekte Sound, um das industrielle Hafenareal bei  abendlicher Beleuchtung zu genießen.

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Die Nerven

Die Nerven verloren beim MS Dockville eben jene und brachen den Auftritt vorzeitig ab. Nach ersten technischen Problemen legte der Gitarist Max Rieger schließlich wutentbrannt sein Instrument nieder und lies seine Bandmitglieder spielend auf der Bühne zurück. Notiz: Punk sieht anders aus, Professionalität auch – die Jungs sind aber trotzdem authentisch, auf eine eigenwillige Art.

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Egotronic

MS Dockville 2016 EgotronicEinen famosen Auftritt legte Egotronic auf der kleinen Bühne des Butterlands hin. Exzellente Circle Pits sorgten im kleinen idyllischen Areal für Stimmung. Mittendrin ein Seifenblasen röpsender Gorilla-Kopf mit Hawaii-Blumen-Kranz. Das kurzzeitig perfekte Sommerwetter trug das Übrige zur einstündigen Tanzsession bei.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=KWhJK7PRzek]

Der Tante Renate

Ebenfalls vom Label Audiolith auf der Butterland-Bühne zu Gast war der Elektro-Musiker Norman Kolodziej. Musikalisch experimenteller, als ich ihn in Erinnerung hatte, präsentierte Der Tante Renate auf der kleinen Bühne einen fetten Sound, der aber nur ein kleines Publikum ansprach.

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Gloria

Leider sind die Musik- und Unterhaltungsqualitäten der Band Gloria genauso seicht wie die Fernsehshows mit Klaas Heufer-Umlauf. Wer Bananenkostüme und Seifenblasen auf Festivals als Innovation verkauft, beweist nur eines: Nie auf Festivals gewesen zu sein. Persönlich hatte ich mir erhofft den Leadsänger mal von einer neuen Facette zu erleben, leider erfüllte sich diese Hoffnung nicht. Fazit: TV-Humor kommt auf Festival-Bühnen nicht gut an und sollten im 16:9-Format bleiben.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=cERxgjcRcOI]

K.I.Z.

MS-Dockville KIZ

Als Headliner am Sonntagabend sorgte K.I.Z. für einen fulminanten Festivalabschluss. Neben dem bekannten und einmaligen Bühnenbild aus Soldaten und Panzer, fuhr die Band auch Pyrotechnik und jede Menge Konfetti zu ihrer Show auf. Sie können’s einfach!

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=MSNzIXa67Vw]

Auf Sparkurs?
Die Technik des Festivals fiel merklich geringer zum Vorjahr aus. Sowohl in den Rigs der Bühnen hingen weniger Lampen, als auch auf dem Gelände selbst mussten manche Gimmicks mit weniger Licht auskommen.

MS-Dockville 2016 Abendhimmel

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maedchenfuerallefaelle

Online-Redakteurin & Digitales bei selbstständig
(28, Mensch, beruflich digital unterwegs)
Seit 2012 schreibe ich hobbymäßig dieses Blog über Hamburg mit Tipps zu Restaurants, Bistros, Cafès, Läden, Clubs und mehr. Ich schreibe über das was mir begegnet und wo mein Leben mich so hintreibt. Nicht mehr, nicht weniger. Ohne Ziel.
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