Das Schiff

Das Schiff: Neues aus’m Unterdeck

Begibt man sich des Nachts in den südlichen Bereich der Innenstadt findet man vor allem eins: Ruhe. Denn dort ist abends kein Trubel, kein Leben – aber ein Schiff, das im starken Kontrast zum toten Umfeld steht.

“Das Schiff” ist eine kleine, pulsierende Kulturstätte auf einem der innerstädtischen Fleets. Unten gespickt mit Kultur, oben mit Raum zum Durchatmen und einer beruhigenden Aussicht auf beleuchtete Türme und einer blitzenden Wasseroberfläche.

Neues aus’m Unterdeck

Das Schiff (2)Kleinkunst, Musik und Theater – Jeden ersten Montag im Monat findet die Veranstaltung “Neues aus’m Unterdeck” auf dem Schiff statt. Geleitet wird der Abend von einem amüsanten Duo: Olli ist verantwortlich für die Technik und nach eigenen Aussagen so richtig verliebt. Moderiert wird die Newcomer-Show auf der schwimmenden Bühne von Ensemble-Mitglied Felix Oliver Schepp – zusammen harmonieren sie ganz wunderbar.

Das Konzept der Show: Insgesamt treten sieben Acts auf. Vier Darbietungen bekommen einen Zeitraum von 20 Minuten für ihr Programm zugeteilt, drei Künstler stellen ihre Werke in nur acht Minuten vor. Durch das Arrangement von kurzen und längeren Darbietungen wirkt das Programm angenehm kurzweilig.

Der wahre Jakob

Der Grund für mein Kommen war diese Band: Der wahre Jakob. Bevor ich in Hamburg mein Zuhause fand, lebte und studierte ich in Osnabrück. Dort sang ich in einem kleinen, 8-köpfigen Chor u.a. mit Jakob. Schon damals spielte er in seiner Band “Der wahre Jakob”. Der Bandname ist eine umgangssprachliche Floskel und bedeutet so viel wie “nicht das Gelbe vom Ei” – eine ironische Untertreibung, denn die Bandmitglieder sind Musiker durch und durch.  Zum Start spielte die Band “Mal was Verücktes tun”   – grandios mit einem rhythmischen Hühner-Gegacker unterbrochen. Gefolgt von einer asiatisch inspirierten, ironischen Hymne auf das verblassende One-Hit-Wonder “Bubble-Tea”. Die Instrumente der Crew bei diesem Auftritt: Gitarre, Bass, Akkordeon, Klavier und ein abgespecktes Schlag-Ensemble mit Cajón.

Katie Freudenschuss

Zuvor betrat Katie Freudenschuss die Bühne und brachte das kleine, angenehme Publikum in Wallung. Eine sympathische überaus taffe Frau, die auf der Bühne das präsentiert, was sie kann: eigene Songs singen, Klavier spielen und amüsante Sachen sagen. Seit 2003 ist sie auch in der Impro-Szene unterwegs u.a. im Ensemble hidden shakespear.

Weitere lange Acts des Abends: Büro-Comedy von und mit Till Frey und Elbfräulein.

Die kurzen Acts: Liebeskater mit Kerstin Poetting, der erste Auftritt von einer jungen Singer-Songwriterin namens “Happy” und Felix Schepp selbst.

Fazit: Ich schwang mich auf’s Fahrrad und fuhr beseelt nach Hause.

Das Schiff – Wir machen Theater!
Deichstraße 21
20459 Hamburg

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